Der Weg in die Cloud – wie funktioniert eigentlich das Microsoft Global Network

10.03.2021

Cloud Computing – ein Bereich und Schwerpunkt der aus der heutigen Welt der technischen Infrastruktur vermutlich nicht mehr wegzudenken ist. Immer mehr Unternehmen richten ihre IT und alle Bewegungen innerhalb der Organisation auf die Cloud aus. Doch welche Gründe sprechen für die Cloudimplementierung und wie funktioniert das Microsoft Global Network in diesem Kontext?

Cloudcomputing – Ein Für und Wider

Die Cloud begleitet uns in der gesamten IT-Welt schon seit vielen Jahren und hält sich seitjeher stets in Bewegung und uns in Atem. Jährlich werden über 200 Milliarden US-Dollar Umsatz durch die Cloud generiert und Prognosen gehen von einem weiteren Aufwärtstrend mit einem Wachstum von 40% aus (Quelle: statista.com). Immer wieder kommen neue Dienste und Anwendungen hinzu, alte fallen weg. Neue Dienstleister und Möglichkeiten der Auslagerung tun sich auf. Die Gründe die technische Infrastruktur auf Cloud Computing auszulagern liegen dabei auf der Hand:

  • Aufwand wird ausgelagert/Service wird eingekauft
  • Skalierbarkeit: schnell und kosteneffizient
  • Know-How kann intern aufgebaut werden/Administration kann (begrenzt) intern erfolgen und setzt auf Standardisierung auf
  • Einsatz zeitgemäßer Tools und Rückbau der Schatten-IT

Der Bedarf und Anforderungen der Unternehmen sind individuell, doch eins haben sie alle gemeinsam, die Cloud-Lösung soll:

  • von Raum und Zeit unabhängigen Datenzugriff sicherstellen
  • gesetzliche und regulatorische Anforderungen rund um die Sicherung und Speicherung von Daten einhalten
  • bei Bedarf die Mobilität von Mitarbeitern und Unternehmensdaten erweitern sowie den augenblicklichen Zugang zu gewünschten Ressourcen ermöglichen
  • Höhere Speicher- und Rechenkapazitäten bereitstellen

Grundvoraussetzung der Anforderungen – Backbonenetzwerke

 

Grundvoraussetzung, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist ein gut ausgebautes Rechenzentrum, welches es ermöglicht Daten in kurzer Zeit von A nach B zu übertragen, unabhängig davon, ob A und B auf demselben Kontinent sind. Dies erklärt die wachsende globalen Backbonenetzwerken. Neben Microsoft Azure agieren hier weitere nennenswerte Anbieter wie Cisco, NTT etc. auf den Markt in Erscheinung.
Eines der wohl größten und am stärksten verbundenen Netzwerke bietet jedoch Microsoft mit seinem Produkt Global Microsoft-Network im Rahmen der Microsoft Clouddienste wie Azure, M365, Dynamics 365 etc. an.

 

Das Globale Microsoft Netzwerk

 

Das globales Microsoft Netzwerk (Kurz: GMN) beschreibt ein weltweit agierendes drahtloses Netzwerk (WAN) mit über 61 Edge-Knoten, die es ermöglichen, dass die oben beschriebenen Anforderungen erfüllt werden können: es ist schnell, zuverlässig und sicher. Insbesondere der letzte Punkt erfreut die Compliance Abteilungen der Unternehmen, denn durch sogenanntes Cold-Potato-Routing, bleiben die verschickten Daten bis zum Übergabepunkt innerhalb des Microsoft-Netzwerks. Dies gilt selbstverständlich nur, wenn diese auch innerhalb der Microsoft Dienste, SQL Datenbanken oder virtuellen Netzwerken des globalen Netzwerks verschickt werden.
Unterstützt wird dieses Netzwerk durch die Glasfasern-Technologie. Durch die Nutzung von Glasfaserkabeln kann dauerhaft das Servicelevel aufrechterhalten werden, ohne das Support durch weitere Provider benötigt wird und es zu keinen Ausfällen kommt. Insbesondere die hohe Nachfrage nach Clouddiensten und die damit einhergehende erhöhten Belastung weltweiter Netzwerke, zwang zuletzt häufig die Server in die Knie.
Das neue Globale Microsoft Netzwerk versucht somit dem Kunden eine optimale Lösung zu bieten, indem sie sich an bestehenden Ressourcen durch Microsoft bedienen und diese individuell erweitern können.

 

Erweiterung des Globalen Microsoft Netzwerkes

 

Microsoft wäre nicht Microsoft könnte eine Standardversion nicht durch weitere Produkte oder Lizenzen intelligent erweitert werden. So steht es auch um das Globale Microsoft Netzwerk.
Durch marginale Anpassungen soll es dem Kunden somit möglich sein, dass Maximale an Leistung und Kapazität auszuschöpfen:
Einsatz intelligenter Software, um das System stetig monitoren zu können:
  • Einsatz von Software, die in Echtzeit Strukturen, Demands, Performance und Ähnliches analysieren und automatisch Ausfälle zukünftig beheben zu können
Einsatz von Netzwerken mit redundanten Strukturen:
  • Hardware und Software sollte so gestaltet sein, dass sie multiple simultane Fehler beheben kann und Einfach-Fehler ausgeschlossen werden.
  • Planung ausreichender Kapazitäten, die auch in Krisenzeiten ein stetiges Servicelevel sicherstellen können.
Erteilung von regelmäßigem Feedback:
  • Erteilung von regelmäßigem Feedback und Rückmeldungen, sodass das System mitlernen kann. Microsoft kann durch jeden Fehlerreport Rückschlüsse auf das running system ziehen und nur so eine permanente Optimierung sicherstellen
  • Einsatz von AI: Durch self-learning per AI können Daten schneller selektiert und detaillierter analysiert werden.

 

 

Fazit

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch eben solche Produkte wie Microsoft Azure und das Globale Microsoft Netzwerke die Implementierung einer ganzheitlichen Cloud für viele Unternehmen immer attraktiver wird. Anfänglich sprachen sich vor allem die Bereiche Datenschutz und Compliance gegen eine solche Entwicklung aus, insbesondere die Sicherheit von Daten in Cloud Umgebungen wurden bemängelt. Microsoft zeigt, dass diese Sorgen nicht mehr berechtigt sind. Mit Azure bietet Microsoft ein Produkt an, dass nicht nur durch dessen Sicherheit, sondern auch Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit besticht.

 

Die Autorin: Nadja Knibbe ist Consultant bei der Blue Mountain Consulting GmbH und neben ihrer Beratertätigkeit innerbetrieblich für den Bereich Marketing und Innovation verantwortlich.